Danke, lieber Bundesrat

Aktualisiert: 19. Dez. 2021

Danke für……. ja, wofür denn eigentlich? Gehen wir vom Positiven aus und sagen: Es ist auch wirklich nicht einfach, durch eine solche Pandemie zu führen. Vor zwei Jahren waren alle genau so fassungslos und ohne Plan. Niemand wusste, was nun das Richtige ist. Zum Glück gab es da Nachbarstaaten, die eine Entscheidung beinahe vorgegeben haben. Zum Glück waren unsere Politiker und unser Bundesrat trotzdem nicht so radikal und doch etwas zurückhaltender… Also, dafür danke ich, aaaaber… Jetzt möchte ich mal den Spiess umdrehen. Wann bekommt denn die Bevölkerung eigentlich mal ein richtig grosses Dankeschön vom Bundesrat? Also, damit meine ich nicht die Einführung von 2G+ Massnahmen kurz vor Weihnachten, welche nun vielen Menschen Sorgen und Kummer für die besinnlichen Tage bescheren werden. Wäre ein richtiges Dankeschön von Ihnen nicht schon längst überfällig? Bald ist Weihnachten, das wäre doch eine Chance, oder…… Wir haben doch alle brav und artig bereits den Lockdown im Jahr 2020 mitgemacht. Wir haben fleissig die Hände gewaschen, die Hände desinfiziert bis die Haut schön krustig und

furztrocken war, Abstand gehalten, die Kinder von den Grosseltern ferngehalten, niemanden mehr im Privatleben getroffen. Wir blieben zu Hause, wir haben alles aufs Wesentliche reduziert, haben zeitweise auf fast alles verzichtet…… Dann durften wir wieder etwas mehr unternehmen, haben uns aber weiterhin nicht in die Nähe unserer Liebsten getraut, haben auf die drei Küsschen verzichtet (endlich hörte dieses Herumgeknutsche mit teils wildfremden Menschen auf), haben uns sogar mit den Füssen begrüsst, die Ghettofaust wurde populär, Ellbogenbegrüssung, Hauptsache nicht die Hände geben, da ja schliesslich das Böse an den Händen vom Gegenüber klebt, auch wenn wir uns gefühlt im 5 Minutentakt diese ätzende Substanz auf unsere bereits rauen und knallroten Hände gestrichen haben. Wehe, es hatte jemand nicht so raue Hände, dann hat der doch seine Hände bestimmt nicht gut genug desinfiziert. Wir haben uns zu Beginn widerwillig an die Masken herangewagt, wir wusste zuerst nicht mal ob das blaue oder das weisse von der Maske nun aussen sein muss. Ab und zu war auch der Metallbügel am Kinn montiert. Handwerklich geschickte Personen haben sich stundenlang ihre eigenen Masken genäht, teilweise sogar anschliessend verkauft. Die Masken wurden zum alltäglichen Symbol. Wir haben die Kinder zu Hause unterrichtet. Die Kinder haben darauf verzichtet, ihre Freunde zu treffen. Auf den Urlaub haben wir verzichtet. Wir haben uns unser Büro zu Hause eingerichtet. Fernab von den Arbeitskollegen. In jeder Ecke im Haus musste nun ein Desinfektionsmittel stehen. Besuche wurden wieder zugelassen. Wir haben diese Besucher aus Respekt vor der grossen Gefahr in mehrere Gruppen aufgeteilt. Geburtstagsparties wurden in mehreren Etappen gefeiert. Jeder bekam auch seine eigene Apéro-Schale. Hat natürlich auch Vorteile wenn man nicht mehr immer die Erdnüsse nehmen muss, welche bereits 20 Menschen angefasst haben. Wenn wir gerade beim Thema sind: auf öffentlichen Toiletten haben endlich alle ihre Hände gewaschen nach dem sie das Geschäft erledigt haben. Auch der Türgriff wurde dann nur noch mit einem Papier angefasst. Die Hoffnung war jeweils immer, dass der Eimer sich direkt neben der Türe befand. War das nicht der Fall konntest du hoffen, dass jemand die Hände schneller wäscht als du und er dir die Türe öffnet oder du machst dann halt diese Dehnübung mit dem Fuss die Türe offen halten und zum Eimer strecken. Hast du dann doch nicht getroffen, musstest du halt schneller sein als die Türe sich schliessen konnte. Ich bin abgeschweift. Wenn du an einer Geburtstagsparty eingeladen warst musstest du all die neu gelernten Begrüssungsmethoden in verschiedensten Arten je nach persönlichem Wunsch anwenden, damit du 5 Minuten später wieder dicht beieinander zusammenstehen konntest. Wir haben uns an all diese Plexiglasscheiben gewöhnt. Wir müssen dank den Masken auch nicht mehr täglich rasiert oder mit geputzten Zähnen aus dem Haus gehen. Wir halten jetzt innerlich die Luft an, wenn eine fremde Person im Lift kräftig husten muss. Doch, gebt es zu, …das macht ihr auch, oder? Ja, es wird sogar schon fast still, wenn wir im Zugabteil jemanden niesen hören. Wir kennen nun alle die Ausrede: „Ach, ich habe mich nur verschluckt“, wenn wir husten müssen, ansonsten müssten wir ja schnellstens nach Hause. Wir haben uns auch brav die Apotheken Schnelltests geholt, damit wir testen, testen, testen konnten. Wir haben uns an die permanente Maskentragepflicht in den Innenräumen gewöhnt. Wir haben artig auf Restaurantbesuche verzichtet. Wir haben die Familien jeweils in Gruppen eingeteilt da nur noch 4 Menschen pro Tisch sitzen durften. Der Männertisch mit Bier und Wein, der Frauentisch mit den Kindern. Wir haben uns auch jeweils mittels QR-Code registriert. Wir haben die App heruntergeladen, damit wir jederzeit von euch, liebe Bundesräte in die Quarantäne geschickt werden konnten. Wir haben sogar die Speisekarten auf unseren kleinen Handy-Displays angeschaut. 30 Seiten Weinkarten durchgescrollt. Wir haben uns testen lassen da wir ja jetzt immer als krank betrachtet wurden oder als verdächtige, kranke Person angeschaut wurden. Wir haben unseren Kindern die Masken angezogen, haben sie testen lassen, ihnen das spuken gelernt, jetzt wissen auch sie, dass sie immer krank sind, bis sie das Gegenteil beweisen können. Wir haben akzeptiert, dass wir nun ein Zertifikat brauchen damit wir ins Restaurant können. Wir lassen uns die Nase wund-stechen, damit wir weiterhin mithelfen können. Ein Rachenabstrich war uns nicht genug Action. Nein, es muss doch der Test für die ganz Harten sein. Gaaanz tief in die Nase rein. Und wenns hinten ansteht, bitte noch zwei mal nachhämmern. Der Test muss auch nicht unbedingt 48 Stunden gültig sein. Uns reichen doch auch 24 Stunden. Wir schlafen inzwischen auch schon beinahe mit der Maske. Ohne Maske zu Atmen grenzt schon an Hyperventilation. Wir haben auch akzeptiert, dass eine Impfung im Schnellverfahren noch ohne ordentliche Zulassung eingeführt wurde. Her mit diesem Saft, den noch niemand so richtig kennt. Will auch niemand wirklich wissen, was der alles noch so bewirken könnte. Wird schon alles mit rechten Dingen zugehen. Wir haben akzeptiert, dass 65% der impfwilligen Bevölkerung geimpft werden muss, damit Massnahmen wieder gelockert werden. Wir haben auch akzeptiert, dass sie dann das Versprechen nicht eingehalten haben. 75% müssen geimpft sein. 85% müssen geimpft sein. Sie meinen es ja gut mit uns, deshalb vertrauen wir ihnen auch weiterhin. Unsere Kinder haben wir geimpft, da sie ja trotz mildem Verlauf nun geschützte Personen anstecken können. Wir haben akzeptiert, dass wir nun nur noch getestet zur Arbeit gehen können. Ja, wer braucht denn schon Freizeit wenn er sich in dieser Zeit testen lassen kann. Wir haben auch akzeptiert, dass wir trotz der Impfung immer noch ansteckend und infektiös sein können. Wir haben nun auch die Booster Impfung akzeptiert. Wir warten auch nicht mehr bis zum Ablauf des Zertifikates, nein, beim nächsten Schuss bin ich nun der Erste der ihn hat. Ich will ja mitreden können. Wir hinterfragen uns auch nicht, warum der Schutz nun doch nicht ein Jahr lang hält den sie versprochen haben, aber wir vertrauen ihnen, dass sie sonst wirklich schon alles über diesen „sicheren“ Impfstoff wissen. Wir tragen auch weiterhin brav unsere Masken. Wir schreien auch nicht auf, wenn nun die 5 Jährigen diese Impfung bekommen oder wenn schon Erstklässler die Masken tragen müssen. Wir haben über uns ergehen lassen, dass wir unsere Meinung nicht mehr sagen können. Wird ja sowieso zu viel geredet. Wir haben auf Demonstrationen verzichtet obwohl wir eigentlich immer dieses Recht hatten. Momentan sind wir froh darüber, ist ja schliesslich zu kalt da draussen. Wir verzichten weiterhin auf den Urlaub. Wir akzeptieren nun, dass wir jetzt sogar als getestete Personen nicht mehr ins Restaurant dürfen. Wir sind froh, dass diese mühsamen Weihnachtsessen mit den betrunkenen Arbeitskollegen und der immer gleich langweiligen Rede von Chef nicht stattfinden. Wir akzeptieren, dass wir nun als geimpft oder genesen trotzdem dann testen müssen obwohl diese ja bei nicht genesenen oder geimpften Personen nicht genügend zuverlässig sind und deshalb jetzt nur noch 2G gilt. Wir akzeptieren, dass wir unsere Arbeit verlieren wenn wir nicht im Halbjahrestakt die Impfung machen. Wir akzeptieren auch uns als Schuldige bezeichnen zu lassen. Ja, jemand muss schliesslich schuld sein. Wir akzeptieren auch, dass die Intensivbetten stetig abgebaut werden. Einfach so... seit Jahren. Wir akzeptieren auch, dass dieser Umstand vom Bundesrat nicht vehement verhindert wird. Die haben ja anderes zu tun. Wir akzeptieren auch dass nun Diskriminierung anscheinend akzeptiert wird. Die sind doch alle selber schuld, dass sie immer noch eine eigene Meinung haben wollen.

Aber merken wir denn noch, was wir hier eigentlich zur Zeit alles akzeptieren? Boah sind wir lieb und tolerant. Merken sie es denn eigentlich noch, liebe Bundesräte? Wann habt ihr euch mal bedankt dafür, dass noch nicht alle auf den Strassen sind und sagen: jetzt reichts!? Wann habt ihr denn eigentlich den Menschen mal Hoffnung gemacht und auch mal positive Entwicklungen gewürdigt? Wann habt ihr mal den Menschen gezeigt, dass sie die grosse Hilfe waren? Sie kritisieren doch immer nur, dass es noch nicht genügt.

Sie dürfen gerne mal Danke sagen. Am besten, möglichst bald. Es tut auch nicht weh. Sie dürfen auch endlich wieder die Menschen wie Menschen behandeln. Die Kinder wieder ein normales Leben leben lassen. Wir haben doch nicht mehr die gleich grosse Welle wie vor einem Jahr. Wir haben bereits Fortschritte gemacht. (siehe Blog: Lass die Zahlen sprechen) Gebt uns doch endlich wieder das Gefühl von Fortschritt. Sie haben doch eigentlich die Verantwortung und die Pflicht, dass genügend Spitalkapazitäten zur Verfügung stehen würden, oder? Wenn dies nicht der Fall ist, seid IHR doch dafür verantwortlich? Wir haben alles brav für euch gemacht. Jetzt ist der Ball bei euch, wieder für euer Volk zu sorgen. Das Volk welches schliesslich an oberster Stelle steht. Das Volk, welches schlussendlich bestimmt und euch dahin gewählt hat, wo ihr jetzt seid. Das Positive? Es ist an uns allen, dem Positiven eine Chance zu geben. Wir haben 2 Jahre Pandemie überstanden. Wir haben es geschafft, dass wir immer noch ein grösstenteils funktionierendes System haben. Wir haben es geschafft, dass es inzwischen viel weniger Todesfälle gibt als vor einem Jahr. Wir haben es geschafft, dass die Welle der Covid Hospitalisationen viel kleiner ist als vor einem Jahr. Alles Zeichen dafür, dass es nach oben geht. Wir lassen uns durch dieses Omikrom-Dings auch nicht mehr so verunsichern wie es früher war. Wir sehen inzwischen auch, dass es eine Chance ist, dass diese Variante viel harmloser sein könnte als die bisherigen. Zusammen hoffen, zusammen nach vorne schauen… wir packen das!! Ein kleiner Seitenhieb an die Medien: Auch ihr dürftet nun gerne mal etwas Hoffnung verbreiten. Es wird jedem einzelnen Menschen helfen und kann auch Wunder bewirken… Keine Sorge, auch da bekommt ihr weiterhin den einen oder anderen Klick…. immer nur das Negative publizieren ist doch so etwas von 2020…. tsss..

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