Back to "Old Normal"

Wer hat den Ausdruck „New Normal“ nicht schon mal gehört. Es wird nichts mehr so sein, wie es früher war. Wir werden in ein „New Normal“ Zeitalter transferiert. Das Alte war anscheinend nicht mehr tragbar, macht es den Eindruck. Woher kommt das? Ist das bereits eine Resignation? Ich fand das „Old Normal“ eigentlich gar nicht mal so schlecht. Wenn das New Normal durch Druck und Einschränkungen aufgebaut wird, habe ich so meine Zweifel. Klar, diese Pandemie hat vielen von uns auch die Augen geöffnet. Was brauchen wir denn eigentlich, um glücklich zu sein?

Trotzdem, ich habe noch nie so viele Menschen gesehen, die unglücklich oder voller Angstgefühle den Alltag bestreiten. Kontrolliert durch einen „Freipass“ zu sein, der ein bestimmtes Ablaufdatum hat ist keine erwünschte Freiheit. Wohl für niemanden von uns. Es scheint sich nun abzuzeichnen, dass wir vielleicht bald gar nicht mehr den Bedarf dazu haben könnten.. wenn… Dass sich die pandemische Lage zu Gunsten von uns allen entwickelt, liegt nahe. Täglich kommen neue Details ans Tageslicht, welche bestätigen, dass wir wohl das Schlimmste hinter uns haben könnten. Es besteht Grund für eine regelrechte Aufbruchstimmung. Was hindert uns daran, zurück zum „Old Normal“ zurückzukehren? Weg mit diesen Zertifikaten, weg mit diesem Zwang von Freitesten, weg mit diesen Masken, sobald die Fallzahlen wieder so sind, dass wir uns frei bewegen könnten. Nicht falsch verstehen, jetzt ist noch nicht der richtige Zeitpunkt. Jetzt können wir mit diesen Massnahmen trotzdem vielleicht mithelfen, dass die Normalität schneller zurückkommt. Aber jetzt ist es auch an uns allen, uns in die alte Zeit zurück zu manövrieren. Es spielt auch keine Rolle, ob es dank den Impfungen oder durch die natürliche Anpassung der Viren auf den Menschen soweit gekommen ist. Es geht nicht mehr um Schuldzuweisung. Wir haben es geschafft. Alle zusammen. Jeder mit seiner eigenen Strategie. Wie dürfen aber reflektieren, was wir in den letzten 24 Monaten gemacht haben und wie wir uns verhalten haben. Waren wir denn wirklich immer so solidarisch zu unseren Mitmenschen? Wurden wir plötzlich zu Menschen, denen wir unsere Meinung aufzwängen wollten. Nur wer so denkt wie „wir“ ist solidarisch. Wirklich? Was hat uns in den letzten Jahren ausgezeichnet? War es nicht auch gerade diese Offenheit und diese Toleranz, die uns ein erfolgreiches Zusammenleben ermöglicht hat?

Was war denn der Grund, dass wir uns beinahe oder teilweise sogar spalten liessen? War es die Angst vor einer ungewissen Zukunft? War es die Hoffnung für ein Ende der Pandemie? War es Egoismus? All das müssen wir uns alle durch den Kopf gehen lassen. Jeder, egal ob geimpft oder ungeimpft. Was wir aber alle wollen ist eine unbeschwerte, sichere Zukunft. Und wir wollen wohl auch alle eine Zukunft in der wir wieder „gesund“ sind, ohne dass wir das immer mittels Zertifikat dauerhaft beweisen müssen, und schon gar nicht, dass auch dieser Beweis für einen gesunden Status plötzlich nicht mehr anerkannt wird.

Jetzt kann jeder zeigen, wozu er bereit ist, und was sein Ziel ist. Angefangen bei der Politik. Alle diejenigen, die jetzt nicht an diese Hoffnung glauben und keinen Platz für Zuversicht geben wollen, sind nicht an einer Normalität interessiert. Alle die sich weiterhin eingrenzen lassen, leben immer noch in der Angst. Ist diese Angst denn noch berechtigt? Alle jene, die immer noch Vorwürfe machen, weil jemand nicht so denkt wir er selbst, haben einen wichtigen, persönlichen Prozess noch nicht ins Laufen gebracht. Wenn wir bedenken, welche Eingeständnisse zur Zeit offengelegt werden, ist es erstaunlich. Falsche Zahlen bei der Hospitalisationszahlen werden von gewissen Menschen immer noch schön geredet. Denken wir an Bundespräsident Ignazio Cassis in der Arena. „Es sind die Vorgaben der WHO“ wenn Menschen mit Beinbrüchen zu Corona-Fällen gemacht werden, sollten sie während dem Krankenhausaufenthalt positiv getestet werden. Ja, wer regiert uns denn eigentlich? Wer ist für unser Wohl verantwortlich? Die WHO oder unsere Volksvertreter? Ihr könnt ja die Zahlen gemäss WHO Standard publizieren, aber es spricht aber auch nichts dagegen, eigenständig und für euer Volk zu denken und die Zahlen in einer zweiten Spalte zu „korrigieren“.

Ebenfalls ein interessanter Trend ist der Umgang mit der Impfpflicht. Deutschland krebst spürbar zurück und auch Österreich will anscheinend nicht so richtig. Nicht wollen oder nicht mehr dürfen? Die rechtliche Grundlage schmilzt täglich dahin und das sogar zunehmend. Der Impfstoff distanziert sich täglich von seinem Zweck. Das Virus distanziert sich täglich von der Impfung. So ist es doch in keiner Weise mehr zielführend, zwanghaft daran festzuhalten. Ein neuer Impfstoff muss entwickelt werden. Aber bevor dieser angewendet werden dürfte, muss auch der zuerst seine Sicherheit und Wirksamkeit bestätigen bevor er als Pflicht eingesetzt werden darf. Ist bis dann die pandemische Lage wirklich noch so, dass wir „müssen“. Haben wir bis dann überhaupt noch wirklich eine Notlage?

Es gilt jetzt vor allem einen Neustart zu wagen. Alles daran zu setzen, dass das New Normal zu einen Old Normal wird. Jeder kann mit der Hoffnung und der Zuversicht dazu beitragen. Starten wir in die Normalität. Gemeinsam!

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